Die ersten Monate in einem neuen Job sind oft anstrengender, als man gedacht hätte. Alles ist neu: die Menschen, die Systeme, die ungeschriebenen Regeln. Leicht glaubt man, es gehe vor allem darum, hart zu arbeiten und zu zeigen, was man kann.
Eine Auswertung von 70 Gruppen neuer Mitarbeitender deutet auf drei andere Dinge hin. Wer gut im Job ankam, wusste, was von ihm erwartet wurde, traute sich die Aufgaben zu und fühlte sich von den Kolleginnen und Kollegen akzeptiert. Diese drei Punkte hingen wiederum damit zusammen, sich wohlzufühlen, gute Leistung zu bringen und bleiben zu wollen. Und eines half auf dem Weg dorthin: selbst nachzufragen und nach Informationen zu suchen.
Such dir deinen Weg danach aus, was dir fehlt:
- Mehr fragen, wenn du dich durchrätst.
- Erwartungen klären, wenn du nicht weißt, was als gut gilt.
- Mittagessen mit jemand Neuem jede Woche, wenn du deine Kollegen noch nicht kennengelernt hast.
- Alle vier Wochen Bilanz ziehen, wenn du weiter gehen willst.
Ein erster Schritt für heute: Schreib drei Dinge auf, die du in deinem Job nicht verstehst, und frag morgen jemanden nach einem davon.
Die ersten Monate in einem neuen Job sind oft anstrengender, als man gedacht hätte. Alles ist neu: die Menschen, die Systeme, wer was entscheidet und all die ungeschriebenen Regeln. Leicht glaubt man, es gehe vor allem darum, hart zu arbeiten und zu zeigen, was man kann. Die Forschung deutet auf drei andere Dinge hin, die entscheiden, ob man gut im Job ankommt, und auf eine Gewohnheit, die bei allen dreien hilft. Dieser Artikel zeigt dir, welche das sind, und gibt dir vier Wege für die ersten Wochen.
Drei Dinge, die entscheiden
Bauer und Kollegen trugen 2007 Forschung zu neuen Mitarbeitenden aus 70 verschiedenen Gruppen zusammen, sowohl zu jungen Menschen, die von der Schule in den Beruf wechselten, als auch zu Erwachsenen, die den Job wechselten. Die Frage war, warum manche gut an einem neuen Arbeitsplatz ankommen und andere nicht.
Die Antwort bestand aus drei Dingen. Wer gut ankam, wusste, was in der Rolle von ihm erwartet wurde. Er traute sich die Aufgaben zu. Und er fühlte sich von den Menschen um sich herum akzeptiert. Diese drei Punkte hingen wiederum damit zusammen, sich wohlzufühlen, bessere Leistung zu bringen, sich dem Arbeitsplatz verbunden zu fühlen und bleiben zu wollen, und damit, dass weniger Leute kündigten.
- Wissen, was erwartet wird Was als gut gilt und wofür du verantwortlich bist.
- Sich die Aufgaben zutrauen Das Gefühl, dass die Aufgaben lösbar sind.
- Akzeptiert werden Kollegen haben, die mit dir rechnen.
- Selbst fragen und suchen Die Gewohnheit, die bei allen dreien hilft.
Die Auswertung stützt sich größtenteils auf Fragebögen, zeigt also eher Zusammenhänge als Ursachen. Aber sie sagt dir, wo es sich lohnt, deine Kraft in den ersten Monaten hineinzustecken.
Wer fragt, kommt schneller an
Die Auswertung zeigte zwei Dinge, die den Neuen dabei halfen. Das eine war, wie der Arbeitsplatz sie aufnahm: mit Einarbeitung, einer Betreuungsperson und einem klaren Plan. Das kannst du nicht steuern. Das andere war, dass sie selbst nach Informationen suchten: nachfragten, um Feedback baten, herausfanden, wie die Dinge funktionieren. Das kannst du steuern.
Viele Neue scheuen sich davor, Fragen zu stellen. Es fühlt sich an, als würde man zeigen, dass man etwas nicht kann, oder als würde man stören. Doch gerade die Fragen bringen Klarheit über die Rolle, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Kontakt zu den Kollegen. Wer sich durchrät, um nicht unsicher zu wirken, riskiert, lange Zeit die falschen Dinge zu tun.
Vier Wege für die ersten Wochen
Mehr fragen. Für dich, wenn du dich durchrätst. Sammle deine Fragen über den Tag und stell sie bei einer passenden Gelegenheit, oder frag direkt, wenn du feststeckst. Schreib dir die Antworten auf, damit du nicht noch einmal fragen musst. Erster Schritt: Schreib heute drei Dinge auf, die du nicht verstehst, und frag morgen nach einem davon.
Erwartungen klären. Für dich, wenn du nicht weißt, was als gut gilt. Bitte deine Chefin oder deinen Chef um ein kurzes Gespräch und frag: Was ist in den ersten drei Monaten am wichtigsten, damit ich erfolgreich bin? Woran merke ich, dass es gut läuft? Und wen kann ich wozu fragen? Erster Schritt: Mach den Termin noch heute aus.
Mittagessen mit jemand Neuem. Für dich, wenn du deine Kollegen noch nicht kennengelernt hast. Lade jede Woche eine Kollegin oder einen Kollegen zum Mittagessen oder auf einen Kaffee ein, am besten jemanden aus einem anderen Team. Frag, was sie machen und was sie gern gewusst hätten, als sie selbst neu waren. Wie aus Bekannten Freunde werden, steht in neue Freunde finden. Erster Schritt: Frag heute jemanden, ob ihr diese Woche zusammen essen geht.
Alle vier Wochen Bilanz ziehen. Für dich, wenn du weiter gehen willst, und das ist der anspruchsvollste Weg. Schreib im ersten halben Jahr alle vier Wochen auf, was du gelernt hast, was noch unklar ist und wonach du als Nächstes fragen willst. Nimm das mit ins nächste Gespräch mit deiner Führungskraft. Erster Schritt: Trag dir in vier Wochen eine Erinnerung in den Kalender ein.
Fragst du dich schon jetzt, ob der Job die richtige Wahl war, findest du mehr dazu im Ratgeber zu Arbeit und Beruf. Gib dir aber zuerst Zeit: Dass sich in den ersten Monaten alles schwer anfühlt, ist normal und kein Zeichen für eine falsche Entscheidung.
Wenn der Knoten nicht platzt
Manchmal platzt der Knoten nicht, auch nach einem halben Jahr nicht. Sind die Erwartungen immer noch unklar, sprich das direkt bei deiner Führungskraft an und bitte um eine klare Ansage. Fühlst du dich ausgegrenzt oder wirst du schlecht behandelt, wende dich an deine Führungskraft, an die Person, die für den Arbeitsschutz zuständig ist, oder an die Gewerkschaft. Und merkst du, dass der Job dich so viel Kraft kostet, dass Schlaf und Energie über mehrere Wochen nachlassen, sprich mit einer Ärztin oder einem Arzt. Mehr dazu steht in Stress im Job.
Ein erster Schritt für heute: Schreib drei Dinge auf, die du in deinem Job nicht verstehst, und frag morgen jemanden nach einem davon.
Das hier ist das Verständnis und ein erster Schritt. In Atlas wird daraus eine Gewohnheit. Unter Arbeit & Beruf findest du Die drei von heute, wo du jeden Morgen die wichtigsten Aufgaben des Tages notierst, und Der Feierabend, der einen langen Tag abschließt. Fügst du Studium & Beruf als eigenen Bereich hinzu, gibt es außerdem Ein Kontakt pro Woche, wo du festhältst, bei wem du dich gemeldet hast. Teste Atlas 7 Tage kostenlos und kündige, wann du willst.

